Wilde Jungs Freiburg, Januar 2012

geschrieben am 17. Januar 2012

Hallo SC-Fans,
wir haben uns dazu entschieden für eine unbestimmte Zeit jegliche Aktivitäten und Präsenz der Gruppe einzustellen.
Das Niederlegen unserer Gruppenaktivitäten ist für uns vorerst die einzige Lösung um zukünftig positiv und konstruktiv als Fan leben und arbeiten zu können.
In den vergangenen zwei Spielzeiten haben wir als Gruppe leider nur wenige Schritte nach vorne gemacht, in einzelnen Bereichen entwickelte sich die Gruppe gar rezessiv. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem unsere Ansprüche an uns selbst bei weitem nicht mehr erfüllt werden.
Unsere Entscheidung ist keine Reaktion auf das teilweise dilettantische Verhalten in Verein, Verband und Politik. Es ist allerdings ein Befreiungsschlag für weiteres und stärkeres Engagement.
Ihr werdet von uns hören!
Wilde Jungs Freiburg, Januar 2012


SC Freiburg verbietet Positionierung gegen rechte Gewalt im Stadion

geschrieben am 19. Dezember 2011

Vor zwei Wochen fand beim Spiel von Alemannia Aachen gegen Wismut Aue ein Übergriff auf die mit uns befreundete Ultra-Gruppierung “Aachen Ultras” statt. Dabei waren auch WJF-Mitglieder und Fans des SC Freiburg anwesend.
Hintergrund dieses Angriffes ist ein Konflikt, der sich schon seit längerer Zeit in der Aachener Fanszene abspielt. So positionierte sich die mit uns befreundete ACU gegen Rassismus, wodurch sich ein Teil der Aachener Fans wohl angegriffen fühlten, ein Teil dieser ist dem Spektrum der extremen Rechten zuzuordnen.

Obwohl Probleme mit rechten Fans schon auf eine lange Tradition zurückblicken, hat sich der Verein Alemannia Aachen in Person von Vorstand und Funktionären, nie damit ernsthaft auseinandergesetzt. Nach dem Angriff sprach sich der Verein dafür aus, die Wogen wieder zu glätten und ging abermals nicht auf das vorherrschende Nazi-Problem bei Alemannia Aachen ein.

Um uns mit der befreundeten ACU zu solidarisieren und ihre antirassistische Position zu unterstützen, wollten wir am vergangenen Spieltag gegen Borussia Dortmund zwei Spruchbänder [Mit Köpfchen und Verstand gegen stupide Gewalt vom rechten Rand / Aachen Ultras bleiben - Nazis vertreiben] im Dreisamstadion zeigen. Grundsätzlich sehen wir es nicht ein, uns in unserer Meinungsfreiheit im Stadion einschränken zu lassen und melden seit geraumer Zeit keine Spruchbänder mehr an. Da wir uns nicht vorstellen konnten, mit dem Spruchbandinhalt auf Probleme zu stoßen und für keine Überraschungen sorgen wollten, verzichteten wir auf einen Schmuggelversuch und wollten die Spruchbänder regulär ins Stadion nehmen. Hierbei stießen wir allerdings auf Widerstand.

08/09; 2. Liga; Ahlen – SC Freiburg

Nachdem Fanbeauftragte, Fankoordinator und Sicherheitsbeauftrage zusammenkamen, konnten diese aufgrund der aktuellen Auseinandersetzung im Verein SC Freiburg e.V. selbst keine Genehmigung für die Spruchbänder geben. Somit wurde uns das Spruchband vorerst abgenommen, damit in der ersten Halbzeit zunächst geprüft werden konnte, ob eine solche “politische Äußerung” im Stadion erlaubt sei. Dies sollte bis zur Halbzeitpause geklärt werden. Ergebnis dieser Klärung war ein Verbot der Spruchbänder durch den Verantwortlichen Detlef Romeiko, so unser Informationsstand.

Diese Entscheidung des Vereins verurteilen wir auf das schärfste! Es ist genau diese Haltung in Fanszenen, Vereinen und der Gesellschaft, die ein Engagement gegen Rassismus, Antisemitismus und jeglicher anderer Diskriminierung so sehr erschwert. Durch diese gezwungene “unpolitische” Haltung wird unser Sport und unser Verein hoffähig für genau solche Personen, die den Angriff auf unsere Freunde aus Aachen ausführten. Es ist zudem genau die gleiche Argumentation, die von rechten Fans aufgebracht wird, wenn gegen solche Tendenzen in der Fanszene, von engagierten Personen vorgegangen wird.

Gerade nach dem Bekanntwerden der Anschlagsserie des “Nationalsozialistischen Untergrunds” und dem Aufruf an die Zivilgesellschaft diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, zeigt der SC Freiburg e.V. wieder einmal, wie schwer es Menschen gemacht wird, sich genau gegen solche Tendenzen zu wehren. Es ist zudem heuchlerisch, dass sich der Verein mit einer Vorlesung Ronny Blaschkes über rechte Gewalt im Fußball schmückt, dann aber keine Positionierung im Stadion zulässt. Auch die Kampagne “Rote Karte gegen Rassismus” des DFB, die auch im Dreisamstadion durchgeführt wurde, erscheint in einem absurden Licht.

Wir fordern vom Verein eine Entschuldigung für dieses Verhalten. Wir wollen dem SC mit Sicherheit keine Sympathien oder Ähnliches in die rechte Ecke zuschreiben. Vielmehr wollen wir eine Überdenkung des Begriffes “unpolitisch” und seiner Bedeutung, nämlich keine Nazis im Sport, im Fußball und beim SC Freiburg zu dulden, bewirken.

Weitere Informationen zu den Vorfällen in Aachen gibt es unter http://www.aachen-ultras.de/


17. Spieltag: SCF – Dortmund

geschrieben am 18. Dezember 2011

17.12.2011, 1. Bundesliga

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16. Spieltag: Köln – SCF

geschrieben am 11. Dezember 2011

10.12.2011, 1. Bundesliga

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15. Spieltag: SCF – Hannover

geschrieben am 4. Dezember 2011

03.12.2011, 1. Bundesliga

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14. Spieltag: Hoffenheim – SCF

geschrieben am 26. November 2011

 

26.11.2011, 1.Bundesliga

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http://go.to/deppenhoch3 gesperrt / Our content administrators gave the following reason for the suspension: posting stolen information Nun hier: -> http://www.badongo.com/file/26015650


13. Spieltag: SCF – Berlin

geschrieben am 20. November 2011

19.11.2011, 1. Bundesliga

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Buchlesung Ronny Blaschke

geschrieben am 15. November 2011

Auf Einladung der Fangemeinschaft und des SC Freiburg liest der Berliner Sportjournalist Ronny Blaschke am Freitagabend aus seinem neuen Buch „Angriff von Rechtsaußen – Wie Neonazis den Fußball missbrauchen“. Die Lesung im Fanhaus hinter der Nordtribüne beginnt um 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Platzkarten gibt es unter buero@fangemeinschaft.de. Der Autor Ronny Blaschke beschäftigt sich seit Jahren mit radikalen Strömungen in der deutschen Fan-Szene.

Eine wie wir finden unterstützenswerte Veranstaltung! Weitere Infos zu Balschke und seinem Buch findet ihr auf seinem Blog.


Auswärtskarten Hoffenheim – personalisierte Tickets, darauf haben wir kein Bock!

geschrieben am 10. November 2011

Letzte Woche haben wir bekannt gegeben, dass es für uns für das Spiel in Hoffenheim keine Option ist, personalisierte Eintrittskarten zu kaufen. Hierzu gab es auch eine Aktion in Nürnberg, in der wir unseren Standpunkt ausführlicher dargelegt haben. Interne Besprechungen, Rückmeldungen zu unserer Positionierung zu personalisierten Tickets sowie das Mitmachen der SC Fans bei der Spruchband-Aktion haben uns gezeigt, dass viele unsere Meinung teilen. Deshalb haben wir in vielen Gesprächen versucht eine Lösung zu finden, wie wir in Hoffenheim unsere Mannschaft unterstützen können, ohne unseren Standpunkt zu verlassen, also ohne personalisierte Eintrittskarten zu kaufen.

Da der SC Freiburg mittlerweile beschlossen hat, die Sitzplatzkarten im Gästebereich ebenfalls zu personalisieren, sehen wir keine praktikable Lösung, die wir als Empfehlung heraus geben können.

Die einzige Empfehlung die wir geben können, ist folgende:
Macht euch Gedanken zu der aktuellen Situation und geht den für euch machbarsten Weg. Wenn ihr euren Unmut zu dieser Thematik loswerden wollt, schreibt an den SC, zeigt ein Spruchband oder lasst euch etwas Kreatives einfallen.

Wir finden es mehr als schade, dass der SC Freiburg auf diese Weise reagiert hat und so, egal was die Zukunft bringt, eine Kerbe in das Band zwischen dem Verein und seinen Fans geschlagen hat. Gerade in einer Zeit, in der es für den SC Freiburg um den Verbleib in der ersten Bundesliga geht und die Mannschaft die Unterstützung der Fans mehr als nötig hat, hätten wir uns andere Formen als blinden Aktionismus gewünscht.

Natural Born Ultras
Supporters Crew Freiburg e.V.
Wilde Jungs Freiburg

Zur Aufklärung zum Thema personalisierte Eintrittkarten haben wir beim letzten Auswärtsspiel Flyer verteilt, hier könnt ihr den Text und unsere Argumentation nachlesen:

SC Freiburg: personalisierte Eintrittskarten für das Auswärtsspiel Hoffenheim

Letzten Mittwoch veröffentlichte der SC Freiburg auf seiner Homepage, dass es beim Auswärtsspiel in Hoffenheim für alle Gästefans nur personalisierte Eintrittskarten geben wird. Offensichtlich ist dies eine Maßnahme, die vom SC Freiburg und nicht von der TSG Hoffenheim ausgeht. Auf eine Anfrage zu den Hintergründen und Zielen, die den SC Freiburg zu diesem Schritt bewegt haben, gibt es bis jetzt noch keine Antwort.

Im folgenden haben wir Argumente, die für und gegen personalisierte Eintrittskarten sprechen, zusammengefasst:

Personalisierte Eintrittskarten sind zu befürworten, weil

…so kein Schwarzmarkt entstehen kann, bei dem die Preise in die Höhe getrieben werden

…der SC Freiburg es unterbinden kann, dass ein Stadionverbotler eine Eintrittskarte kauft

…es wahrscheinlicher ist, dass die Zuschauer sich sicherheitskonform verhalten, wenn der Verein die Personalien hat

 

Personalisierte Eintrittskarten sind nicht tragbar, weil

…der Verein mit dieser Reaktion nicht auf Dialog setzt, sondern all seine Fans unter General- verdacht stellt

…die datenschutzrechtlichen Bestimmungen sehr schwer zu kontrollieren sind und so ein Verstoß gegen diese nicht ausgeschlossen ist

…genügend Stellen installiert worden sind (Fanbeauftragte, Sicherheitsbeauftragte, SKBs), die vor Ort überprüfen können, ob sich jemand zu Unrecht Eintritt in das Stadion verschafft hat

…personalisierte Eintrittskarten dazu führen können, dass noch weniger SC Fans unseren Verein in seiner sportlich schwierigen Lage unterstützen, da nicht jede/r bereit ist, alle Daten von sich Preis zu geben

…personalisierte Eintrittskarten nicht nur für den Verein, sondern auch für die Busorganisatoren einen erheblichen organisatorischen Mehraufwand bedeuten

…die Sicherheit durch dieses Vorgehen nicht erhöht wird, da kein direkter Rückschluss auf sicherheitsbeeinträchtigendes Verhalten möglich ist

…die Polizei im Falle einer Straftat die Daten sowieso neu erheben muss und so der Beigeschmack einer willkürlichen Schikane von Seiten des Vereins bleibt

 

Da unserer Ansicht nach die contra-Argumente überwiegen und wir personalisierte Eintrittskarten als nicht tragbar ansehen, wird es beim heutigen Spiel folgendes Spruchband beim Einlaufen der Mannschaft geben:

…NEIN zu personalisierten Eintrittskarten!

Bei den personalisierten Eintrittskarten geht es nicht darum, die Praxis im Heimbereich (Vorlage des Ausweises, Speicherung der Daten bei Kauf einer Dauerkarte) des SC Freiburg in Frage zu stellen. Bei den Dauerkarten geht es um Kontaktdaten, die der SC Freiburg sammelt, um die Dauerkarteninhaber informieren zu können und bei Verlust eine neue Karte ausstellen zu können. Auf der Dauerkarte selbst ist allerdings kein Name aufgedruckt, auch ist sie übertragbar. Bei den Einzelkarten kann auch eine Person 10 Eintrittkarten kaufen, hier wird deutlich, dass es tatsächlich nur um den Weiterverkauf auf dem Schwarzmarkt geht.

Natural Born Ultras
Supporters Crew Freiburg e.V.
Wilde Jungs Freiburg

 


Nürnberg – SCF

geschrieben am 6. November 2011

06.11.2011, 1.Bundesliga

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